Archiv für Mai 2008

Stille

Mai 16, 2008

Wie schnell es doch geht, und Dir ist morgens um zehn bewusst, dass der Schritt über den Abgrund so leicht wäre. Dass Du – wieder einmal – planst, bis dahin dass Du nicht weisst wem Du die Last aufbürden sollst, es Deinen Eltern zu sagen.

Froh, die Püppies zu haben, die jede weitere Planung im Keime ersticken.

Und babalon, die Ehrliche, meint: Wir haben schon andere Schmerzen überlebt.

Und babalon, die Mitleidige meint: So ist es immerhin Dein Gesicht auf der Schwelle und Du musst nicht die sein, die ihm wehtut.

Und babalon, die Realistische meint: Es war doch abzusehen, dass dieser Tag kommen würde.

Und babalon, die Schlechtgelaunte sagt: Höchstwahrscheinlich bist Du eh die, die die Wunden verbindet, die jemand anders geschlagen haben wird, in naher Zukunft.

Musik, die

Mai 16, 2008

won’t you please not come back
we’ll never be apart
i don’t complain about the mess
that you left inside my heart

W.

Mai 15, 2008

Im Herbst würden es drei Jahre, die wir uns kennen. Ich habe einiges gelernt von Dir, auch jenseits von PC-Technik und schlechten Horrofilmen. Und nun – eigentlich war es schon die letzten zwölf Monate lang ein Abschied auf Raten.

Sucht, die

Mai 15, 2008

Das einzige was mir einfällt im Moment, um der Kälte zu entkommen – die Sucht, wieder einmal.

life is silly

Mai 15, 2008

„ich muss Dir etwas sagen…“

Seit mindestens zwei Wochen druckst Du herum und ich komm nicht drauf, was es sein könnte, das Dich beschäftigt. Bis heute.

Und ich sitze hier und fühle mich, als würde die Wärme wie Sand aus mir herauslaufen – schon wieder. Das kann nicht sein, das kann einfach nicht sein. Sag mir, dass das nicht wahr ist, dass es einer Deiner schlechten Scherze ist, ich weiss dass Du mir das nicht antun würdest, nicht Du, nicht nach all der Zeit.

Und natürlich wirst Du nichts davon bemerken, wie ich mich fühle. Und natürlich erkläre ich Dir, dass Du Dir meinetwegen keine Gedanken machen musst, dass ich sicher nicht der Typ bin, der Dir deswegen eine Szene macht. Nein, nicht ich, ich kann mich immer beherrschen und ich war immer stolz darauf, meinen Kummer allein zu trinken.

Nicht einmal Babalon weiss, wie man diesem Schlag begegnen soll. Deja-vu, deja-vu.

Cinerex in der Endlosschleife.

W.

Mai 5, 2008

So lange schon nichts mehr von Dir gehört. Wünschte, Du wärst hier. Zum Reden, was sonst. Ersatz für M., den ich schon vor so vielen Jahren verloren habe an das, was wir unglückliche Umstände nennen.

Die Musik ist das Band, das immer da ist, auch wenn Deine Stimme fehlt. Wie sehr es mir fehlt, das nächtelange Reden. Wenn ich den Trailer ansehe, dann weiss ich, dass ein Stück davon auch auf uns zutrifft, zwei Fremde in fremden Welten, die sich gefunden haben und dennoch nicht in der gleichen Welt leben. Diese Seifenblase habe ich sehr früh als solche erkannt, aber Deine Stimme, Dein Lachen, das fehlt in Nächten wie dieser, wo ich nach Strohhalmen suche im tiefen Wasser.

Ein Griff nur zum Telefon – aber auch dafür ist es schon beinahe zu spät.

D.

Mai 5, 2008

Gefangen, wieder einmal. Erstaunlich, welch winzige Dinge diese Assoziationen auslösen, wie dünn doch die Haut ist, die über all den Wunden liegt. So lange ist es schon her, ich könnte Dir nicht einmal ohne längeres Nachdenken sagen, wie lange. Nicht lange genug, offensichtlich.

schlaflos

Mai 5, 2008

Heute nacht – heute ist wieder eine dieser Nächte in denen ich wach liege und weine und mir eingestehen kann, wie sehr ich Dich vermisse, das Staunen in Deinen Augen und die Vollkommenheit des Augenblicks, die Seifenblase, von der wir dachten, sie würde nie entschwinden.

Morgen früh – morgen schon wird es vorbei sein, und wenn wir uns sehen dann wirst Du mir nicht mehr ansehen, dass die Tage grau sind und die Nächte leer ohne Dein Lächeln, ohne Deine Stimme, ohne Dich.

Irgendwann – irgendwann werde ich nachts aufwachen und mich nicht mehr daran erinnern, wie sehr ich Dich geliebt habe, wie sehr ich mir gewünscht habe, Du würdest immer bei mir sein. Irgendwann werde ich die Butterblume sehen können, ohne dass es mein Herz zerreisst.