Manchmal hasse ich Dich dafür, dass Du mich immer noch einfangen kannst mit einem einzigen Satz. Woher wusstest du es?
Will nicht reden. Ich habe keine Kraft für Dich.
Manchmal hasse ich Dich dafür, dass Du mich immer noch einfangen kannst mit einem einzigen Satz. Woher wusstest du es?
Will nicht reden. Ich habe keine Kraft für Dich.
Mit der Depression kommt auch sie wieder hervor, streckt sich suchend nach der spärlichen Sonne und wünscht sich… wünscht sich…
Die Gelegenheit wäre da, Du würdest Dich verrückterweise immer noch darüber freuen, wenn ich vorbeikomme, obwohl wir beide wüßten, dass es in Tränen endet – wieder einmal.
Genau das ist der Grund, dass ich nicht zu Dir komme, ich möchte nicht, dass Dein Gesicht auf der Schwelle liegt – wieder einmal.
Erstes Zeichen der Depression ist die allgegenwärtige Müdigkeit. Nur ist jetzt der Zwang da, auch aufzustehen. Wieder ein Grund mehr, den Job zu lieben.
Nein, dieses Denken ist mir immer noch fremd. Warum gönne ich anderen nicht mehr, sondern meckere darüber, dass ich auch nicht viel habe und „die da“ sich ruhig mit ihrem wenigen zufrieden geben sollten?
Under blue moon I saw you
So soon youll take me
Up in your arms
Too late to beg you or cancel it
Though I know it must be the killing time
Unwillingly mine
Artikel 5
(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.
Ich mag verdammen, was du sagst,
aber ich werde mein Leben dafür
einsetzen, dass du es sagen
darfst.
-Voltaire
Beinahe… beinahe hätte ich Dir nachgegeben. Dabei hatte ich (wieder einmal) ganz vergessen, dass es Dich gibt, dass Du wartest und still bist, unauffällig zurückgezogen in den Schatten.
Nein, ich habe nicht nachgegeben, nicht heute, nicht jetzt. Wer weiß schon, was morgen ist – ich denke nicht an morgen. Mit Glück wird die Sonne scheinen und wir werden auf einen Kaffee gehen und weder über Fußball noch über schick Ausgehen nachdenken.
Artikel 13
(1) Die Wohnung ist unverletzlich.
Ganz leise hat sie sich ins Haus geschlichen, als würde man sie nicht bemerken, wenn sie sich nur unauffällig verhält. Zugegebenermassen habe ich sie einige Tage nicht erkannt, das erhöhte Schlafbedürfnis und das Kopfweh auf eine Mischung aus Frühjahrsmüdigkeit und Wetterumschwung geschoben. Dass einige Briefe liegengeblieben sind, dass ich Anrufe verschwitzt habe – das alles kann ja mal passieren und hat ganz sicher nichts mit meiner kleinen Freundin Depression zu tun. Nicht dieses Jahr, es läuft doch grad alles so rund und überhaupt, sie war den Winter über nicht da, wieso sollte sie dann im Februar auftauchen?
Bis mir dann bewusst wurde, dass der Grosse Zusammenbruch im letzten Jahr im März war, wo ich doch auch vorher noch dachte, ich hätte alles im Griff.
Erik möchte Sandwich mit Salami. Weil J. das immer hat. Immer? Ja immer, er hat jeden Tag das gleiche Essen, Weissbrot mit Salami.
Erik erzählt, dass J. auch gern Obst mit in die Schule nehmen würde, aber von seiner Mutter keins bekommt.
Ich gebe meinem Kind zwei Portionen Obst mit, auch wenn mir bewusst ist, dass viel mehr im Argen liegt als nur der Mangel beim Schulfrühstück.